Paraguays Botschafter in Deutschland empfängt Proindex Capital

Weitreichender Austausch und gegenseitige Unterstützung beschlossen

Ausreichend Zeit nahm sich der Botschafter der Republik Paraguay, Fernando Ojeda für den Besuch von Andreas Jelinek als Vorstand der Proindex Capital AG. „Paraguay ist ein Land, das gerade in den letzten Jahren hervorragende Bedingungen für Investoren geschaffen hat“, so Botschafter Ojeda. Das im Hinblick auf seine Bevölkerungszahl von rund sieben Millionen vergleichsweise kleine Land hat in vielen Bereichen Nachholbedarf, insbesondere in der Infrastruktur und will daher Investoren aus der ganzen Welt für sich gewinnen. Die Einbindung des Landes in die globalisierte Welt ist dabei eine der drei Säulen des Nationalen Entwicklungsplanes. Hierzu gehört es, Investoren wie Proindex Capital attraktive Voraussetzungen zu bieten, auf der anderen Seite will man aber auch den Export anregen, beispielsweise im Fleischhandel.

„Es ist bislang zu wenigen Investoren klar, wie sicher die Voraussetzungen unter anderem durch multilaterale Verträge und Hermesbürgschaften für den Export nach Paraguay und generell für Investitionen in diesem Land sind und welche Standortvorteile Paraguay bietet. Hieran muss gearbeitet werden“, so Jelinek. Genau das haben sich die Paraguayische Botschaft und Proindex Capital auf die Fahne geschrieben. Künftig will man im intensiven Austausch bleiben und denkt über gemeinsame Informationsveranstaltungen nach. Proindex Capital wurde zudem autorisiert, sämtliche öffentlichen Unterlagen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit nutzen und auf die Botschaftshomepage (http://embapar.de/?lang=de) verweisen zu können. Die Botschaft steht zudem Interessenten für persönliche Gespräche nach terminlicher Absprache zur Verfügung.

Dienstag, 26. September 2017

Gravierende Auswirkungen bei einer Fusion zwischen Bayer und Monsanto

„Wenn die EU grünes Licht gibt für die Fusion von Bayer und Monsanto, hat dies gravierende Auswirkungen für die Bauern in Südamerika, namentlich auch in Paraguay. Denn dann wird die Abhängigkeit der Bauern durch gentechnisch verändertes Saatgut noch weiter vorangetrieben“, sagt Andreas Jelinek, der Vorstand der Proindex Capital AG. Diese Fusion stehe für zwei weitreichende Entwicklungen in Paraguay und in weiteren Staaten Südamerikas: dem Anbau von gentechnisch veränderten Soja, Mais, Weizen und Sonnenblumen und dem weiterhin massiven Einsatz von Roundup, einem Unkrautvernichtungsmittel gegen dessen Einsatz in den USA eine Vielzahl an Schadenersatzprozessen gerichtsanhängig sind. Es ist nach  Einschätzung von Fachleuten krebserregend. „Außerdem würde die Entwicklung der Produktion von Viehfutter statt dem Anbau von Lebensmitteln in Paraguay weiter vorangetrieben“, so der Vorstand der Proindex Capital AG, Andreas Jelinek.


Der Agronom Miguel Lovera aus Paraguay, der viele Jahre auch Vorsitzender der staatlichen Saatgutbehörde Paraguays war, beschrieb in einem Interview die möglichen Folgen dieser Fusion: Paraguay ist ein Land, das zu einem erheblichen Teil von der Landwirtschaft abhängig ist. Dies gilt nicht nur für die Versorgung der eigenen Bevölkerung, sondern auch für den Export. So wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) inzwischen zu mindestens einem Drittel durch die Landwirtschaft getragen. Wenngleich schon jetzt 96 Prozent der wichtigen landwirtschaftlichen Flächen Paraguays - dies sind 3,5 Millionen Hektar – in den Händen der sogenannten Agroindustrie sind, spielen Kleinbauern in Paraguay eine wichtige Rolle. Sie vereinen oftmals das Wissen der indianischen Urbevölkerung und der Zuwanderer und setzen auf eine erstaunliche Vielfalt an unterschiedlichen Anbau-Sorten. „Ihr Anbau ist getragen von einem Wissen und einer Nachhaltigkeit, die wir in Deutschland nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen“, so Jelinek, der Vorstand der Proindex Capital AG.



Lovera sieht auf diese Kultur extreme Probleme zukommen. Das vermeintlich minderwertige Saatgut würde durch neues, „besseres“ Saatgut ersetzt, indem die Agroriesen den Bauern dieses zunächst schmackhaft machen und dann auch noch schenkten. Erst einmal im Einsatz, zeige sich jedoch innerhalb von zwei bis drei Jahren, dass sich aus den Erträgen dieses gentechnisch veränderten Saatgutes keine neuen Samen ziehen lassen würden. Außerdem lauge es die Böden wesentlich mehr aus als ihre „biologische Alterative“. Als besonders lukrativ verkaufe Monsanto dann auch noch das Unkrautvernichtungsmittel Roundup, das alles vernichte, außer eben gentechnisch verändertes Saatgut. „Den Mehrerfolgen in den ersten Jahren folgt schnell eine Abhängigkeit, wenn die Kleinbauern ihr eigenes Saatgut nicht mehr nutzen, kein eigenes mehr gewinnen können und zudem ein vermutlich gesundheitsschädliches Unkrautvernichtungsmittel brauchen, um aus den ausgelaugten Böden überhaupt noch etwas herauszuholen“, so der Vorstand der Proindex Capital AG. Die Kleinbauern, die nach einer Anlaufphase das Saatgut sowie das Unkrautvernichtungsmittel erwerben müssten und zudem von der „Preisgestaltung“ der Agrokonzerne abhängig wären, müssten sich zunehmend verschulden, um ihre Familie weiter ernähren zu können. „Die Konzerne bieten dann Kredite an - womit ein Ende der Unabhängigkeit dieser Bauern besiegelt ist“, meint Jelinek.



Experten wie Lovera fordern daher ein Ende dieser Entwicklung. Monsanto gehöre in seiner jetzigen Struktur aufgelöst, da es den Menschen Schaden bereiten würde. Einer Fusion dürfe die EU auf keinen Fall zustimmen. „Paraguay sollte darauf setzen, seine bäuerliche Kultur zu fördern. Es kann nicht sein, dass die Landwirtschaft in Paraguay inzwischen mehrheitlich Viehfutter beispielsweise für den europäischen Markt produziert und seine eigene Versorgung vernachlässigt“, so Andreas Jelinek. Sein Unternehmen, die Proindex Capital AG, verfolgt genau diesen Kurs: Gemeinsam mit Bauern fördert es die regionale landwirtschaftliche Entwicklung in Paraguay sowie die nachhaltige Bewirtschaftung in der Pflege von tropischem Regenwald.    

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